Mit dem Fahrrad dem wertvollen Wasser auf der Spur

Trotz des wechselhaften Wetters haben sich heute einige unerschrockene Fahrradfreunde auf eine reizvolle Tour entlang verschiedener Seen in der Umgebung gemacht. Werner Kaddik hatte die Route mit herrlichen Ausblicken wieder sorgfältig geplant:
Fischteiche, Talleseen, Habichtsee, Thuner See, Lippesee und Padersee haben wir gestreift.

Das wunderbare Radeln und gesellige Miteinander mündeten im Garten in der Cheruskerstr. 49, der im Rahmen der LWL-Veranstaltung „Gärten und Parks in Westfalen-Lippe“ seine Pforten öffnete – das diesjährige Motto „Wertvolles Wasser“ hätte nicht passender sein können 😉.

In dem liebevoll gestalteten Garten wurden wir herzlich mit Kaffee und Kuchen empfangen, um dann in vollen Zügen das harmonische Zusammenspiel zwischen Nutz- und Ziergarten zu genießen. Die Gastgeber verstanden es, einen wirklichen „Genussgarten“ zu schaffen: der betörende Duft verschiedener Rosen, das Farbenspiel der üppigen Stauden, das Summen der zahlreichen Insekten, die von Kräuterrasen, Wasserstellen und Nisthilfen profitieren und der sicherlich ausgezeichnete Geschmack des angebauten Gemüses und des Beeren- und Obstangebots.

Kleine lauschige Sitzplätze, kreative Upcycling-Erzeugnisse und Keramik sorgten für Hingucker, wobei die getöpferten Schildchen uns den Namen der jeweiligen Pflanze verrieten. Lernen konnten wir auch bei den anregenden Führungen und Erläuterungen unserer liebenswerten Gastgeber, die ein großes „Dankeschön“ verdienen.

Die gelungene Verbindung von Bewegung, Naturerlebnis und Begegnung machte den Tag ganz besonders!


Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren

Dieses John F. Kennedy zugeschriebene Zitat könnten wir noch ergänzen – in Gemeinschaft ist es noch mal so schön!
Bei angenehmen Temperaturen und umgeben von herrlicher Natur brauchten wir unseren Kundschaftern nur zu folgen. Die Tour mit nebenbei Plaudern war eine wunderbare Einstimmung in die Fahrradsaison. Wir freuen uns auf die Fortsetzung des Angebots.


Von Fürstbischöfen, Reitern und Schulkindern

Unser Stadtspaziergang führte uns dieses Mal nach Schloss Neuhaus zum Residenzschloss, einem bedeutenden Bauwerk der Weserrenaissance.

Bei der Besichtigung ließ Heimatpfleger Michael Pavlicic die über 200jährige Baugeschichte lebendig werden. Das Schloss entstand nicht „aus einem Guss“, sondern entwickelte sich in fünf Bauabschnitten. Herr Pavlicic schilderte anschaulich und detailreich den Einfluss der jeweils herrschenden Fürstbischöfe auf die Architektur, Gartengestaltung und Kultur.

Nach der Nutzung des Gebäudes als Residenzschloss der Paderborner Fürstbischöfe folgte nach der Säkularisation 1802 eine Phase der militärischen Nutzung. In der nun preußischen Garnison waren die 8. Husaren und das Kavallerie-Regiment Nr.15 stationiert.

Heute beleben nun die Schulkinder der Realschule Schloss Neuhaus den historischen Ort; das dort auch ansässige Residenzmuseum gibt lohnenswerte Einblicke in die Bau- und Residenzgeschichte.

Zum Schluss bewunderten wir die prachtvoll ausgeschmückten Repräsentationsräume in der „bel etage“ des Schlosses. Spiegelsaal, Speisezimmer und Kabinett – restauriert im Stil des Fürstbischofs Clemens August – zeugen von der barocken Pracht.

Weiterlesen…


Stadtgeschichte auf dem Ostfriedhof…

….konnten wir beim Stadtspaziergang im August aufspüren. Zahlreiche Ruhestätten bedeutender Paderborner und Paderborner Familien gab es zu entdecken: Dombaumeister Güldenpfennig, Familie Schöningh, Bürgermeister Wördehoff, Dr. Rörig, Kaplan Langenohl sind nur einige der prägenden Persönlichkeiten, die das kulturelle, wirtschaftliche oder politische Leben der Stadt beeinflusst haben.

Und natürlich besuchten wir auch das Grab der Dichterin Luise Hensel, die ihre letzten Lebensjahre in Paderborn verbracht hatte. Hier gab es von unserem „Wanderführer“ Norbert Riese nicht nur Geschichten und Anekdoten aus ihrem Leben, sondern auch die gesungene erste Strophe ihres bekannten Gedichts „Müde bin ich, geh‘ zur Ruh“.

Orientierung auf dem weitläufigen Gelände des Friedhofs schenkte die wunderschön restaurierte Langenohl-Kapelle und der Brunnen – ein ehemaliger „Kump“ vom Westerntor – mit dem ewigen Licht. Oftmals jedoch mussten wir gemeinsam nach den Grabstätten suchen, doch der Spaziergang lohnte in der parkähnlichen Umgebung mit den hohen alten Bäumen.

Trotz des prognostizierten Starkregens blieb uns der Wettergott 60 Minuten wohlgesonnen, so dass wir unseren Rundgang relativ trocken beenden konnten. Nur der Ausflug in den Philosophenweg fiel dann sprichwörtlich ins Wasser; dieser romantische Hohlweg Richtung Oststadt verlangt eindeutig nach besserem Wetter. 😉


Durch den Pürting…

…in die Innenstadt führte uns diesmal unser Stadtspaziergang. Im stimmungsvollen romanischen Kreuzgang der Busdorfkirche, dem Pürting, konnten wir verweilen und etwas über das Wirken von Bischof Meinwerk erfahren. Dessen ambitioniertes Bauprogramm im 11. Jahrhundert prägt noch heute das Stadtbild mit Dom, Busdorfkirche, Abdinghofkirche und Bartholomäuskapelle.

Unser weiterer Weg führte uns vorbei an den repräsentativen Stadtresidenzen der umliegenden Klöster. Am Hardehauser Hof (heute Betreutes Wohnen für Senioren) und beim Dalheimer Hof am Kamp (heute Erzbischöfliches Palais) tauchten wir in das Leben vergangener Zeiten ein, bis uns die Musik des Frühlingsfestes wieder in die Gegenwart holte.

Das fröhliche, aber dichtgedrängte Treiben auf dem Rathausplatz sorgte für eine Planänderung. Durch die „Grube“ ging es nun zum Dom, zur Kaiserpfalz und Bartholomäuskapelle. Die architektonische Schönheit dieser Pfalzkapelle und deren wunderbare Akustik fasziniert bei jedem Besuch aufs Neue.

Vorbei am Quellbecken der Dielenpader warfen wir abschließend noch einen Blick auf das frisch sanierte Adam-und-Eva-Haus, dessen Fachwerkfassade mit den farbenfrohen Friesen in neuem Glanz erstrahlt. Dieses älteste Bürgerhaus der Stadt erhält im Herbst eine neue topaktuelle Nutzung als „Open Library“, einem Bibliotheksangebot und Veranstaltungsort.

Weiterlesen…

Kalender