Von Fürstbischöfen, Reitern und Schulkindern
Unser Stadtspaziergang führte uns dieses Mal nach Schloss Neuhaus zum Residenzschloss, einem bedeutenden Bauwerk der Weserrenaissance.
Bei der Besichtigung ließ Heimatpfleger Michael Pavlicic die über 200jährige Baugeschichte lebendig werden. Das Schloss entstand nicht „aus einem Guss“, sondern entwickelte sich in fünf Bauabschnitten. Herr Pavlicic schilderte anschaulich und detailreich den Einfluss der jeweils herrschenden Fürstbischöfe auf die Architektur, Gartengestaltung und Kultur.
Nach der Nutzung des Gebäudes als Residenzschloss der Paderborner Fürstbischöfe folgte nach der Säkularisation 1802 eine Phase der militärischen Nutzung. In der nun preußischen Garnison waren die 8. Husaren und das Kavallerie-Regiment Nr.15 stationiert.
Heute beleben nun die Schulkinder der Realschule Schloss Neuhaus den historischen Ort; das dort auch ansässige Residenzmuseum gibt lohnenswerte Einblicke in die Bau- und Residenzgeschichte.
Zum Schluss bewunderten wir die prachtvoll ausgeschmückten Repräsentationsräume in der „bel etage“ des Schlosses. Spiegelsaal, Speisezimmer und Kabinett – restauriert im Stil des Fürstbischofs Clemens August – zeugen von der barocken Pracht.





